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Creativanachwehen oder: ich habe Paris fertig

Auf der Creativa in Dortmund habe ich mir ja noch zwei, nein sogar drei neue Schnittmuster gekauft. Ich habe ja auch noch keine *hüstel*.

In einem der letzten Post *klick* hatte ich euch schon mal ein Stück von der Tasche Paris gezeigt. Nun ist sie fertig…. aber sie bleibt bei mir. Prototyp halt. Es gibt Anleitungen und es gibt ebooks. Ich bin immer wieder erstaunt, wenn es heißt: das kann man mit ein bisschen Näherfahrung meistern. Naja. In einem Nähkurs wo die Erfinderin der Anleitung dabei ist vielleicht.  Ich halte mich schon für ein bisschen mehr erfahren und hatte schon so meine Schwierigkeiten. Manches würde ich auch einfach anders machen.

Aber sie gefällt mir trotzdem sehr! Diese Rucksackfunktion brauche ich nicht unbedingt aber nun wer weiß. Eigentlich sollten 2 kürzere Träger dran, die man zum Quertragen an den Karabinern zusammenklippsen kann. Das fand ich aber doof und so habe ich einen langen Träger gemacht und den kann man auch durch die Rucksackschleifen ziehen.

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Ich bin gespannt wie sich sich im Alltag so macht. Viele Reißverschlußtaschen hat sie ja. Ein besonderer Hingucker ist natürlich die Schnalle. Deswegen habe ich das Schnittmuster auch gekauft.

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Hinten ist auch noch eine Tasche. Und die vier Ösen für die Rucksackfunktion.

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Hier noch mal geöffnet. Innen noch ein großes Reißverschlussfach.

 

Am ersten Mai haben wir es sehr ruhig angehen lassen. Lange schlafen, ein amerikanisches Frühstück und dann ein Eltern-Kinder-Tag. Herr Lüntje ist mit dem Junior im Keller verschwunden und hat an der zukünftigen Modelleisenbahn gebaut und ich habe mit Miss Lüntje ihre Flagge –> Decke zu Ende genäht:

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Das Top hat sie ganz alleine genäht. Leider halten die Sterne nicht, wir hätten den Stoff doch erst waschen sollen. Das ist mir noch nie passiert! Meine Ma hat ihr einen ziemlichen Coupon Alpenfleece vermacht und so brauchten wir kein Batting, sondern haben das Top einfach aufgelegt und mit 5cm Rand zugeschnitten und ein falsches Binding gemacht. Das habe ich allerdings angenäht, mit dem Alpenfleece war echt nicht zu spaßen. Aber es fühlt sich super an!

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Eigentlich war ja Schauerwetter angesagt, aber in Wirklichkeit war das Wetter ziemlich gut und so sind Miss Lüntje und ich noch ein bisschen unterwegs gewesen:

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Acht Kilometer. Eindruck gefällig:

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Hachz…es ist doch echt schön hier!!

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag! Ich werde morgen früh dann mal meine neue Tasche ausführen!

Und was das deutsche Sew-together-bag-sewalong mit einem weiteren Schnitt zu tun hat, den ich auf der Creativa gekauft habe, berichte ich euch in einem der nächsten Posts.

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Schnitt: Paris von Doris Hüding

Stoff: Butinette und Westfalenstoffe

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Ein zwölftel…

ist bereits um von 2015. Ist dir das bewußt? Habe ich heute in einem anderen Blogartikel gelesen. In der Bloggerwelt kursierten Anfang Januar Listen von Vorsätzen, Bucket Lists, Wünschen… für 2015. Ich habe mir zwar ein paar Dinge aufgeschrieben, die ich in diesem Jahr tun möchte, aber eigentlich nur, um sie nicht aus den Augen zu verlieren. 

Struktur soll mich in diesem Jahr begleiten, ich werde noch mehr zum “Schreiber”. Wie ich schon in diesem *klick* Blogpost geschrieben habe. Der Monatsanfang war ziemlich entspannt und dann plötzlich war die 2. Hälfte der Monats voller Termine. Aber nun fährt alles wieder ein bisschen runter (mal sehen wie lange) und es ist Zeit, den Monat Revue passieren zu lassen was die Struktur angeht. 


Achja und ich wollte euch von 3×5 erzählen.

Vielleicht fange ich einfach mal damit an. Neben der Näherei gehe ich auch noch halbtags einem Broterwerb nach. Ich arbeite als kaufmännische Angestellte in einem mittelgroßen Handwerksbetrieb und bin dort für die Buchhaltung, die Lohnbuchhaltung, ein bisschen Rechnungen schreiben… naja eigentlich für ziemlich viele Dinge zuständig. Das ist vielfältig und spannend, aber für meinen armen Kopf manchmal auch ganz schön anstregend, an alles zudenken. Das bringt dann mit sich, dass man auf dem Weg nach Hause, zuhause, im Bett, unter der Dusche…. immer mal wieder an Dinge denkt, die noch gemacht werden müssen. Abschalten war noch nie meine Stärke. 


Wenn du aber auch noch deinen Mutter- und Ehefraujob vernünftig machen willst und auch noch ein paar ehrenamtliche Dinge machst, ist es wichtig, all diese Dinge gedanklich voneinander zu trennen. Das ist meine Herausforderung für 2015!

Wie schon im vorletzten Blogpost geschrieben, habe ich meinen X17 auch für meine Büro-ToDos benutzt. Ende letzten Jahres habe ich mir allerdings einen X17 quer mit einer Einlage 3×5 ( dazu gleich mehr) und ein Notizheft nur für die Arbeit zugelegt. Quer, weil man ihn wunderbar vor die Tastatur legen kann, um sofort etwas aufzuschreiben ohne lange zu suchen. Und genau das tue ich. Alles, was mir im Laufe des Vormittags zugerufen wird, schreibe ich in dieses Heft. Ich kann es auch Tage später noch mal nachkucken. Nicht irgendwo (und schon gar nicht auf P*st-it Notes aaargh!) habe ich es aufgeschrieben und weiss nicht mehr wo der Zettel ist, sondern an dem entsprechenden Tag in mein Heft. Bevor ich mittags nach Hause gehe, notiere ich mir noch Dinge für den nächsten Tag. 

Ich bin ja eine Viertelstunde eher im Büro und nehme mir jetzt morgens die Zeit, erst meinen privaten Kalender rauszuholen und einen Blick hineinzuwerfen und auch Dinge für den Rest des Tages zu notieren und dann nehme ich mir den 3×5 vor:

Zitat von der X17-Seite:

Die Hauptregeln der 5×3 Methode sind:

1. Notieren Sie für jeden Tag die drei wichtigsten Aufgaben.
2. Versuchen Sie diese drei Aufgaben vorrangig zu erledigen.
3. Haken Sie jede Aufgabe ab, wenn Sie fertig sind.
4. Schreiben Sie alles in dieses Buch – vermeiden Sie Zettelwirtschaft.
5. Schreiben Sie auch Telefon- und Sitzungsnotizen in dieses Buch.
6. Schreiben Sie alle Aufgaben und Ideen in dieses Buch.

7. Archivieren Sie das Buch – es ist ein wertvolles Zeitdokument!”
Und so sieht das dann bei mir aus:


Es hilft mir einfach, auch nach einer Unterbrechung, einem Telefonat oder ähnlichem, mich wieder darauf zu konzentrieren, was ich an diesem Vormittag erledigen will. Da ich auch versuche, sonst alles aufzuschreiben, kann ich mittags nach Hause fahren und die Arbeit bleibt da und der Kopf ist frei für die Dinge, die zuhause anliegen.
Bis jetzt funktioniert es ganz gut. Ich muss allerdings immer mal wieder aufpassen, dass ich nicht zu faul werde, Dinge zu notieren! Es hat mir in den letzten Wochen schon so manches Mal geholfen, dass ich meine Notizen der vorigen Tage noch mal durchsehen konnte, um mich an Dinge zu erinnern. 
Viel schwieriger ist es, daran zu denken, zuhause den Kalender aus der Tasche zu holen, um mich an die Dinge zu denken, die ich nachmittags und abends erledigen will. Daran muss ich dringend noch arbeiten. 
Eigentlich bin ich ja gar nicht so ein fanatischer Strukturmensch. Ich liebe es auch gerne spontan. Leider ist es in letzter Zeit so, dass mein Leben aber eine gewisse Struktur braucht, damit es funktioniert. 
Wir werden sehen, wie es weiter geht. Wie organisiert ihr euren Alltag? Ich bin gespannt auf eure Kommentare.