Kategorie-Archiv: Alltag

Getting organized oder: zurück zum Ringbuch

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Tja, wenn man Planer, Bücher, Kalender, Notizbücher und solcherlei Dinge so sehr mag wie ich, dann kann schon mal ein ganzer Wirtschaftszweig davon leben…

In dem Versuch, unser bewegtes Leben zu organisieren und dabei nicht den Überblick, auch über längerfristige Projekte, zu verlieren, habe ich schon das eine oder andere System durch.

Ich habe nicht jedes Jahr das System gewechselt, sondern tatsächlich mit dem letzten sogar mehrere Jahre gearbeitet. An sich war die Idee prima mit Heften zu arbeiten, die man auswechseln kann wenn sie voll sind und keine Ringe beim Schreiben stören. Der Nachteil, den ich zur Zeit finde ist, dass ich entweder wichtige Informationen aus den Heften in das jeweilige neue Heft übertrage, oder aber sie nicht dabei habe, wenn ich sie brauche. In meinem Fall dann eher das letztere.

Mit filofaxing habe ich auch schon länger geliebäugelt und es auch ein bisschen in meinem aktuellen System gemacht (bei  lichtkonfetti könnt ihr nachlesen, was damit gemeint ist.)  Auch ein kurzer Ausflug in die Welt des bullet journaling war dabei. Das ist zwar auch ganz nett, aber VIEL zu aufwendig für meinen Alltag.

Als ich dann über den neuen Schnitt von I’m sew happy in den Blogs gestolpert bin, entstand der Wunsch, mir endlich mal ein vernünftiges Ringbuch in A5 zu nähen. In der Anleitung war die Größe “personal” von filofax angegeben, ich wollte aber gerne ein Ringbuch in A5. Was wirklich klasse war, dass in der Anleitung eine Bezugsadresse für die Ringmechanik angegeben war. Bei meinem damaligen Erstversuch musste ich ein billiges Ringbuch kaufen, um an die Ringmechanik zu kommen. Die Ringmechaniken in verschiedenen Größen bekommt ihr bei Magnetverschluss24.

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Aussen eine alte Jeans und eine sehr praktische Jeanstasche, die ich aufgenäht habe. Innen habe ich ein altes Kopfkissen aus meiner Kindheit verarbeitet. Also bis auf den Bulli, und die Ringmechanik komplett recycelt. Ach ja: und natürlich dem coolen Mappenschloss!

Leider, leider ist es sehr knapp geworden. Trotz messen und messen. Ein Prototyp eben. Ist bestimmt nicht der letze gewesen, aufgrund des Mindestbestellwertes habe ich noch ein paar Ringmechaniken hier liegen, auch in der Größe “personal”.

Das Beste ist, dass sich heutzutage im WWW unzählige Vorlagen für die Einlagen finden lassen, die man ausdrucken kann. Feine Sache. Vor 10 Jahren gab es das noch nicht…

Die letzten zwei Tage habe ich endlich mal meine Nähküche aufgeräumt und aussortiert. Das schiebe ich schon ewig vor mir her. Es ist doch sehr befreiend muss ich sagen. Ab sofort kann ich dann auch endlich mal wieder was nähen. Irgendwie hat mich die Unordnung ziemlich blockiert.

Ich habe vorher angefangen, in meinen neuen Planer die ganzen Ufos aufzuschreiben, die ich mir ja vorgenommen habe erst einmal zu Ende zu nähen… ufff…

Als nächstes kann ich euch hoffentlich ein Projekt zeigen, das ich beim Aufräumen gefunden habe…

 

Das Sommerloch…

… huch, ich habe wirklich seit Mai keinen Post mehr veröffentlicht? Dann wird’s ja mal wieder Zeit. Ist überhaupt noch jemand da, oder habt ihr alle mein Blogsofa verlassen? Verstehen könnte ich es ja…

Das Nähen plätschert dieses Jahr so vor sich hin, aber ein bisschen was habe ich ja dann doch geschafft, bzw. die anderen mit meiner Hilfe und ich darf das hier auch zeigen:

In meinem kleinen Mädelsworkshop kam der Wunsch nach einer GROSSEN Strandtasche auf. Was passt da besser, als den Pernille Schnitt von farbenmix aus dem Hängeregister zu ziehen?

Die Zeit bis zu den Ferien war knapp bemessen und wir mussten einen Sonderabend einlegen damit sie auch pünktlich fertig wurden, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen:

IMG_1167 (1)Hier eine Pernille Strandtasche. Innen und aussen beschichtete Baumwolle mit Platz für die Badesachen einer fünfköpfigen Familie.

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Auch Pernille Nummer 2 im Format Strandtasche. 

Für mich brauchte sie nicht so groß sein und so habe ich Pernille als Shopper genäht:

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Auch in diese Größe passt eine Menge rein. Durch die Bänder:

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wird sie gut zusammen gehalten, wenn nicht so viel drin ist und wirkt nicht wie ein riesiger Sack. Ich habe mir oben noch einen Kam Swap als Verschluss angebracht.

Im Wohnwagenurlaub hat sie mir schon gute Dienste geleistet. Apropos Wohnwagen… ein weiterer Grund, warum es hier so still war. Die Lüntjes haben sich ein mobiles Nest zugelegt.

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Dieses Jahr haben wir uns die ostfriesische Küste angesehen. Ab sofort wird es uns aber dann wohl wieder nach Holland ziehen.

Jetzt hat uns erst mal voll der Alltag wieder, denn in Niedersachsen sind die Ferien schon wieder vorbei.

Habt es schön, bis demnächst,

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Schulstart – auf in Neues

Neues Jahr -  neue Bücher

Hier läuft seit zweieinhalb Wochen die Schule wieder und wir versuchen, uns so langsam an den anderen Rhythmus zu gewöhnen. Miss Lüntje geht nun auch zur “Großen Schule”! Das bedeutet jeden Tag sechs Stunden auch das ist eine ganz schöne Umstellung.

Natürlich bedeutet ein neues Schuljahr auch neue Bücher. Zum Glück kann man die an unserer Schule ausleihen und muss sie nicht kaufen. Allerdings gibt es da feste Regeln, wie die Bücher eingeschlagen werden müssen. Diese einfachen Kunststoffhüllen mit dem roten Rand sind nicht erlaubt und die Bücher sollen eigentlich in Packpapier eingeschlagen werden.

Und das ist das Problem…

…also erstens stehe ich mit dieser Einschlagerei mit Papier auf dem Kriegsfuss, zumal man das Papier auch nicht am Buch festkleben darf und ausserdem ist es ja auch nicht besonders hübsch und alle Bücher sehen gleich aus. Letztes Jahr hatte ich bei A*tion ein paar Stoffhüllen gekauft, mäßig hübsch, aber sie haben ihren Zweck erfüllt. Das große Kind ist mit dieser Lösung voll zufrieden und benutzt sie dieses Schuljahr weiter. Miss Lüntje hatte mehr Bücher als Hüllen und so musste ich mich dann doch endlich aufraffen, ein paar Hüllen nach dem Freebook und der Videoanleitung von pattydoo mit ihr zusammen zu nähen.

Das Projekt…

… hat uns einen Nachmittag beschäftigt und wir hatten eine Menge Spaß! Stoffe aussuchen, die Maße für die Bücher berechnen, um die Wette nähen!

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ich denke, dass wir so nach und nach auch die anderen Hüllen ersetzten werden.

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Klasse finde ich ja die Lasche hinten. Wenn man Glück hat und die Schulbücher nächstes Jahr etwa gleich hoch aber dicker oder dünner sind, dann kann man die Hüllen weiterverwenden.

Schnitt und Video…

… kommt von hier:

https://www.pattydoo.de/blog/2013/12/buchhuelle-naehen-anleitung/#more-11126

Kommt gut in die neue Woche!

 

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Marktvorbereitungen und der Faktor Zeit

Da ja wie gesagt die Marktvorbereitungen weiter gehen, lasse ich Euch noch ein paar Fotos hier.

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Es ist schon sehr erstaunlich, was man schaffen kann, wenn man zuhause ist und mal richtig am Stück was nähen kann. Naja, Besuch können wir in unserer Wohnhöhle allerdings zur Zeit nicht empfangen, das Unkraut spriesst und die Familie lebt zurzeit direkt aus dem Wäschekorb. Aber es ist ja nur einmal im Jahr. Das muss dann eben mal gehen.

Sonst fügt sich die Näherei ja recht geschmeidig in den Alltag ein. Vielmehr noch als ich jetzt mit meiner “Nähküche” den Wohn- und Lebensräumen näher gerückt bin und so einfach mal ein freies Stündchen rüberhuschen kann. Hauptsächlich nähe ich jedoch abends, wenn Herr Lüntje für seinen Meister lernt. Früher habe ich mich über Bemerkungen wie: “Ich weiss gar nicht wie du das machst, 25 h arbeiten gehen, Haushalt und Nähen. Ich habe dafür keine Zeit.” geärgert.

Es ist einfach so, dass ich früher einfach viel mehr Zeit abends vor dem TV verbracht habe oder nach einem anstrengenden Tag mit kleineren Kindern einfach zu kaputt war. Ich habe aber festgestellt, dass Nähen für mich der Ausgleich für einen anstrengenden Tag ist. Klar nähe ich dann keine superkomplizierten Sachen und es gibt Tage, da geht mir einfach nichts von der Hand. Dann höre ich einfach auf. Aber diese Befriedigung, etwas Bleibendes geschafft zu haben im Gegensatz zu all den Dingen, die man tagsüber so tut, wie z.B. Aufzuräumen und nach einem halben Tag das Ergebnis der Bemühungen nicht mehr zu sehen, “makes my day”.

Inzwischen entwickelt sich die Nähküche zu einen zweiten Treffpunkt der Familie. Hier macht Miss Lüntje Hausaufgaben und hier kann man auch mit Muttern reden, während die vor sich hin näht.  Miss Lüntje gesellt sich inzwischen auch gerne einfach dazu und schwingt sich hinter die zweite Nähmaschine.

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Jetzt rückt erst einmal die Landpartie näher und ich freue mich sehr darauf!

Vielleicht sehen wir uns ja da?

Ich wünsche euch eine gute Woche. Montag bedeutet, dass eine frische neue Woche vor uns liegt, lasst sie uns gestalten!

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Ein zwölftel…

ist bereits um von 2015. Ist dir das bewußt? Habe ich heute in einem anderen Blogartikel gelesen. In der Bloggerwelt kursierten Anfang Januar Listen von Vorsätzen, Bucket Lists, Wünschen… für 2015. Ich habe mir zwar ein paar Dinge aufgeschrieben, die ich in diesem Jahr tun möchte, aber eigentlich nur, um sie nicht aus den Augen zu verlieren. 

Struktur soll mich in diesem Jahr begleiten, ich werde noch mehr zum “Schreiber”. Wie ich schon in diesem *klick* Blogpost geschrieben habe. Der Monatsanfang war ziemlich entspannt und dann plötzlich war die 2. Hälfte der Monats voller Termine. Aber nun fährt alles wieder ein bisschen runter (mal sehen wie lange) und es ist Zeit, den Monat Revue passieren zu lassen was die Struktur angeht. 


Achja und ich wollte euch von 3×5 erzählen.

Vielleicht fange ich einfach mal damit an. Neben der Näherei gehe ich auch noch halbtags einem Broterwerb nach. Ich arbeite als kaufmännische Angestellte in einem mittelgroßen Handwerksbetrieb und bin dort für die Buchhaltung, die Lohnbuchhaltung, ein bisschen Rechnungen schreiben… naja eigentlich für ziemlich viele Dinge zuständig. Das ist vielfältig und spannend, aber für meinen armen Kopf manchmal auch ganz schön anstregend, an alles zudenken. Das bringt dann mit sich, dass man auf dem Weg nach Hause, zuhause, im Bett, unter der Dusche…. immer mal wieder an Dinge denkt, die noch gemacht werden müssen. Abschalten war noch nie meine Stärke. 


Wenn du aber auch noch deinen Mutter- und Ehefraujob vernünftig machen willst und auch noch ein paar ehrenamtliche Dinge machst, ist es wichtig, all diese Dinge gedanklich voneinander zu trennen. Das ist meine Herausforderung für 2015!

Wie schon im vorletzten Blogpost geschrieben, habe ich meinen X17 auch für meine Büro-ToDos benutzt. Ende letzten Jahres habe ich mir allerdings einen X17 quer mit einer Einlage 3×5 ( dazu gleich mehr) und ein Notizheft nur für die Arbeit zugelegt. Quer, weil man ihn wunderbar vor die Tastatur legen kann, um sofort etwas aufzuschreiben ohne lange zu suchen. Und genau das tue ich. Alles, was mir im Laufe des Vormittags zugerufen wird, schreibe ich in dieses Heft. Ich kann es auch Tage später noch mal nachkucken. Nicht irgendwo (und schon gar nicht auf P*st-it Notes aaargh!) habe ich es aufgeschrieben und weiss nicht mehr wo der Zettel ist, sondern an dem entsprechenden Tag in mein Heft. Bevor ich mittags nach Hause gehe, notiere ich mir noch Dinge für den nächsten Tag. 

Ich bin ja eine Viertelstunde eher im Büro und nehme mir jetzt morgens die Zeit, erst meinen privaten Kalender rauszuholen und einen Blick hineinzuwerfen und auch Dinge für den Rest des Tages zu notieren und dann nehme ich mir den 3×5 vor:

Zitat von der X17-Seite:

Die Hauptregeln der 5×3 Methode sind:

1. Notieren Sie für jeden Tag die drei wichtigsten Aufgaben.
2. Versuchen Sie diese drei Aufgaben vorrangig zu erledigen.
3. Haken Sie jede Aufgabe ab, wenn Sie fertig sind.
4. Schreiben Sie alles in dieses Buch – vermeiden Sie Zettelwirtschaft.
5. Schreiben Sie auch Telefon- und Sitzungsnotizen in dieses Buch.
6. Schreiben Sie alle Aufgaben und Ideen in dieses Buch.

7. Archivieren Sie das Buch – es ist ein wertvolles Zeitdokument!”
Und so sieht das dann bei mir aus:


Es hilft mir einfach, auch nach einer Unterbrechung, einem Telefonat oder ähnlichem, mich wieder darauf zu konzentrieren, was ich an diesem Vormittag erledigen will. Da ich auch versuche, sonst alles aufzuschreiben, kann ich mittags nach Hause fahren und die Arbeit bleibt da und der Kopf ist frei für die Dinge, die zuhause anliegen.
Bis jetzt funktioniert es ganz gut. Ich muss allerdings immer mal wieder aufpassen, dass ich nicht zu faul werde, Dinge zu notieren! Es hat mir in den letzten Wochen schon so manches Mal geholfen, dass ich meine Notizen der vorigen Tage noch mal durchsehen konnte, um mich an Dinge zu erinnern. 
Viel schwieriger ist es, daran zu denken, zuhause den Kalender aus der Tasche zu holen, um mich an die Dinge zu denken, die ich nachmittags und abends erledigen will. Daran muss ich dringend noch arbeiten. 
Eigentlich bin ich ja gar nicht so ein fanatischer Strukturmensch. Ich liebe es auch gerne spontan. Leider ist es in letzter Zeit so, dass mein Leben aber eine gewisse Struktur braucht, damit es funktioniert. 
Wir werden sehen, wie es weiter geht. Wie organisiert ihr euren Alltag? Ich bin gespannt auf eure Kommentare.